Ob mit Bahn, Auto oder Flugzeug – überall sorgt das Winterwetter in Deutschland für Chaos.
In Dortmund rutschte am Wochenende ein Ferienflieger der Air Berlin über die Startbahn. Am Sonntag morgen waren in Leipzig-Halle, Düsseldorf und Frankfurt am Main teilweise keine Landungen möglich. Viele Flüge wurden gestrichen, einige aus dem Ausland kommende Flüge mussten noch in der Luft kurzfristig auf andere Flughäfen umgeleitet werden. Am Dienstag entschied zum Beispiel der Pilot der Ryanair-Maschine, die auf dem kleinen Flughafen Altenburg-Leipzig landen sollte und aus London kam, nach Berlin weiterzufliegen. Die Landebahn war durch die Schneemassen zu kurz.
Auch die Reisenden der Deutschen Bahn mussten mit erheblichen Behinderungen rechnen. Schienen waren eingefroren, Weichen konnten aufgrund der Kälte nicht verstellt werden und Wagons ließen sich nicht mehr loslösen. Reiseziele wurden meist nur mit erheblichen Verspätungen und Umwegen erreicht. In den vergangenen Tagen sanken nachts selbst die Temperaturen im Flachland vereinzelt auf -20 Grad.
Auch die Autofahrer haben mit dem Schnee zu kämpfen. Die Winterdienste arbeiten rund um die Uhr um zumindest Autobahnen und Hauptverkehrstraßen frei zu halten. Hinzu kommt die Sorge, dass das Salz nicht mehr reicht. Denn schon am kommenden Wochenende wird ein neues Schneetief erwartet, dass teilweise bis zu 50 cm Neuschnee bringen soll. Auch Fußgänger müssen sich vor spiegelglatten Fußwegen in Acht nehmen.